ARCHITEKTUR MONASTERIUM

÷ Die Klöster Alpirsbach, Hirsau und Maulbronn ÷

 

Genauso anspruchsvoll wie dieser Titel ist auch die so benannte Dia-Audio-Vision.

 Dass gerade im Mittelalter die sakrale Baukunst ihren Höhepunkt hatte lag daran, dass die damalige christliche Welt praktisch stündlich das Jüngste Gericht erwartete und dass Pest, Hungersnöte und blutige Auseinandersetzungen zwischen den klerikalen und weltlichen Mächten nur die Vorboten waren zum bevorstehenden Weltuntergang.

Die Klöster hatten einen so enormen Zulauf, so dass sie schon wenige Zeit nach ihrer Gründung aus allen Nähten platzten. In den Städten und selbst Dörfern entstanden Kathedralen und Kirchen, eine schöner und größer als die andere.

Kirchenbau war Gottesdienst und garantierte nach mittelalterlichem Glaubensverständnis die Erlösung und das ewige Leben.

Man war sozusagen sicher vor der ewigen Verdammnis in der gefürchteten Hölle. Wer nicht mitarbeiten konnte gab sein letztes Geld für den Bau. Der Adel stiftete Klöster, damit ihm alle Schuld vergeben werde. Meist wurden die Stifter in „ihren“ Klöstern beigesetzt, vornehmlich in den Münstervorhallen, die deshalb auch „Paradies“ genannt wurden.

Die Klöster Alpirsbach, Hirsau und Maulbronn sind in dieser bewusst wortlosen Dia-Überblendschau beispielgebend für diese Zeit. Baukunst zum Lobe Gottes, erhaben schlichte Kirchenschiffe als Resonanzkörper für die gregorianischen Gesänge der Chormönche und beim Gang durch die kunstvollen Kreuzgänge glaubt man immer noch den Atem der Zeit zu spüren, in der Askese, Mystik und Gebet in Verbindung mit dem heiligen Gelübde für Armut und Keuschheit einen Platz am reich gedeckten Tisch Gottes im besseren Jenseits  versprach.

Erich Blaich möchte mit Hilfe der Fotografie etwas von diesem monastischen Geist dieser einst einflussreichen Abteien vermitteln und wünscht Ihnen ein schönes und bleibendes Hör- und Seherlebnis.